Was ist Karate ?

 

 

Oberstes Ziel in der Kunst des Karate ist weder Sieg noch Niederlage, sondern die Vervollkommnung des Charakters der Übenden.[Funakoshi, zitiert nach Pflüger 2000 S. 9]

 

 

 

Karate ist eine Kampfkunst die vor mehr als tausend Jahren entwickelt und durch Einflüsse verschiedener asiatischen Kulturen stark geprägt wurde [Masatoshi Nakayama, 1972, S. 13]. In dieser Kampfkunst werden Hände, Füsse, Ellenbogen und Knie durch gezieltes Training zu gefährlichen Waffen entwickelt. Die Trainings sind vom asiatischen Geist geprägt und ritualisiert. So beginnt zum Beispiel jedes Training mit einer japanischen Begrüssungszeremonie, bei welcher sich der Karateka von allen belastenden Einflüssen befreit und in einen Zustand der Ruhe und Ausgeglichenheit (optimaler Leistungszustand) versetzt. Auch während dem Training grüssen sich bei Übungen die Trainingspartner immer vor und nach dem Kampf mit einer Verneigung. Zudem gibt es die Dojo-Regeln (Verhaltensregeln) die man als eine Art des modernen Commitments umschreiben kann, in denen Fairplay und persönlichkeitsförderndes Gedankengut vermittelt wird.

 

Karate-Do bedeutet wortwörtlich übersetzt „der Weg der leeren Hand“. Diese Form der Kampfkunst ist vor allem die Lehre von Respekt vor allen anderen ob älter, jünger, stärker oder schwächer, allgemein der Umwelt und sich selbst. Durch die Art wie Karate-Do vermittelt wird ist es möglich das gesamte Potential der menschlichen Entwicklungsfähigkeit (körperlich und geistig) auszuschöpfen. Erfolg oder Misserfolg ist auf dem Weg der leeren Hand nicht so entscheidend, nur die persönliche Weiterentwicklung und vor allem der Respekt vor seinen Mitmenschen bilden die Essenz des Karate-Do. Dies betont auch Funakoshi indem er sagt: „Vergiss nie: Der Weg des Karate beginnt und endet mit Respekt - „rei“ [Funakoshi, 2007, S. 21].